SaltStack

Aus CEPHALIX/CRANIX

Einführung

Saltstack (kurz: Salt) ist eine Open-Source-Software zur Automatisierung der Konfiguration von Betriebssystemen. Mit Salt lassen sich beispielsweise Software-Pakete installieren und konfigurieren sowie beliebige Konfigurationsbefehle von einem zentralen Rechner aus auf einer Vielzahl verwalteter Server ausführen. Der OSS verwendet Salt um die OSS-Clients zu verwalten. Folgende Managementfunktionen werden zur Zeit über Salt abgewickelt:

  • Umbenennung von Windows-Clients nach dem Clonen.
  • Ggf. Aufnahme von Windows-Clients in die AD-Domäne.
  • Installation und Deinstallation von Softwarepaketen.
  • Auslesen von installierten Softwarepaketen.
  • Installation von Updates.
  • Anpassung von GPOs und Registry-Einträgen.
  • Rechner ausschalten und neustarten.

OSS Salt-Modul

Der OSS-4-0 liefert ein eigenes Salt-Modul (oss_client). Das Backen von OSS (oss-api) benutzt dieses Modul, kann jedoch auch von der Kommandozeile benutzt werden:

 salt <MinionName> oss_client.<Funktion>

Dieses Modul erweitert Salt mit folgenden Funktionalitäten:

  • lockClient Rechner sperren: Bildschirm und Tastatur.
  • unLockClient Rechner entsperren: Bildschirm und Tastatur.
  • blockInput Tastatur sperren.
  • unBlockInput Tastatur entsperren.
  • loggedIn Liefert den Benutzernamen des lokal angemeldeten Benutzers. Funktioniert nicht mit Benutzer die per Remote Desktop angemeldet sind.
  • logOff Meldet den lokal angemeldeten Benutzer ab. Funktioniert nicht mit Benutzer die per Remote Desktop angemeldet sind.
  • Angemeldete Benutzer abfragen.

Mit der Version OSS-4-1 wurden 2 neue Funktionen eingeführt, die eng mit dem Server zusammen arbeiten.

  • applyRegs Wendet Windows Registrydateien an, die auf dem Server unter /srv/salt/REGS hinterlegt worden sind.
  • executCommands Führt Programme aus die auf dem Server unter /srv/salt/COMMANDS hinterlegt worden sind.

2 State-Files sorgen dafür, dass die Files aus den oben genannten Verzeichnissen auf den Clients kopiert und bei bedarf ausgeführt werden. Bei Bedarf heiß, wenn der Inhalt der o.g. Verzeichnisse geändert wurde.

 /srv/salt/ApplyREGS.sls
 copy_regs:
   file.recurse:
     - source: salt://REGS
     - name: "C:\\salt\\var\\REGS\\"
 apply_regs:
   oss_client.applyRegs:
     - onchanges:
       - copy_regs
 /srv/salt/ExecuteCommands.sls
 copy_commands:
   file.recurse:
     - source: salt://COMMANDS
     - name: "C:\\salt\\var\\COMMANDS\\"
 execute_commands:
   oss_client.executeCommands:
     - onchanges:
       - copy_commands

Bitte beachten Sie, dass diese State-Files zu keinen Client zugewiesen sind als nicht automatisch angewendet werden. Um die in /srv/salt/REGS hinterlegten Registry-Dateien auf allen eingeschalteten Rechner anzuwenden müssen Sie folgenden Befehl von der Konsole ausführen:

  salt '*' sate.apply ApplyREGS

Analog dazu führen Sie alle Befehle die unter /srv/salt/COMMANDS hinterlegt sind auf dem im Raum "infeg" eingeschalteten Rechner mit folgendem Befehl aus:

  salt -N room-infeg state.apply ExecuteCommands

Will man, dass beim Hochfahren die Rechner die Registriepatches angewendet werden, muss eine neue Pluginscript in /usr/share/oss/plugins/clients/start/ mit folgenden erstellt werden:

 #!/bin/bash
 MINION=$1
 salt "$MINION" state.apply ApplyREGS

Das selbe gilt natürlich wenn man die unter /srv/salt/COMMANDS liegenden Programme beim Hochfahren ausführen möchte. WICHTIG Bitte beachten Sie, dass die Programme nur bei einer Änderung ausgeführt werden!!

 #!/bin/bash
 MINION=$1
 salt "$MINION" state.apply ExecuteCommands

Windows Softwarepakete

Unter Windows gibt es kein einheitliches Paketverwaltung in dem Sinne, wie das unter Linux mit zypper, rpm oder aptget existiert. Es gibt zwar einige "standard" Paketformate wie msi oder nsis ... aber viele Softwarehersteller gehen ihre eigene Wege. Deshalb gibt es nie eine 100-ige Garantie dafür, dass ein Windows-Programm mit Salt installiert werden kan Ein großes Problem ist, dass die Windows-Paket-Installer meistens keine Abhängigkeitüberprüfung durchführen. D.h. zBp. dass man ein Java-Program installieren kann, ohne das auf dem Rechner überhaupt installiert ist. Mit OSS haben wir dieses Problem dadurch gelöst, dass die Softwarepakete über eigene Software-State-Dateien in die State-Datien der Rechner eingebunden werden. Diese befinden sich auf dem Server unter '/srv/salt/packages'. In den Software-State-Dateien ist es beschrieben, was ist erforderlich um ein Softwarepaket zu installieren. Das kann eine anderes Softwarepaket oder eine Konfigurations oder Lizenzdatei sein. Hier sehen Sie 3 verschieden Software-State-Dateien.

Software-State-Dateien ohne Abhängigkeiten

Das Pakete NotePad hat keine Abhängigkeiten. In der Software-State-Dateien von NotePadPP steht nur das Paket NotePadPP als installiert.

 '/srv/salt/packages/NotePadPP.sls'
 NotePadPP:
   pkg:
     - installed

Software-State-Dateien mit Softwareabhängigkeit(en)

Um das Programm Amaya benutzen zu können muss AdobeFlashPlayerNPAPI installiert sein. Deshalb sieht die Software-State-Dateien von Amaya so aus:

  '/srv/salt/packages/Amay.sls'
  AdobeFlashPlayerNPAPI:
    pkg:
      - installed
  Amaya:
    pkg:
      - installed

Software-State-Dateien mit angepassten Konfigurationsdatei

Wenn man UltranVNC installiert muss auf den Clients ein Passwort gesetzt werden. Dieses Passwort kann man in eine Konfigrationsdatei hinterlegen. Wenn das Paket UltranVNC installiert wurde, sorgt Salt dafür das diese Datei auf den Client auf der richtigen Stelle hinterlegt wird. Damit das funktioniert sieht die Software-State-Datei von UltraVNC folgender Maßen aus:

  '/srv/salt/packages/UltraVNC.sls'
  UltranVNC
    pkg:
   - installed
   copy_file:
  file.managed:
    - source: salt://win/repo-ng/UltraVnc/ultravnc.ini
    - name: 'C:\Program Files\UltraVNC\ultravnc.ini'
    - replace: True
    - require:
      - pkg: UltraVnc

D i e Softwarepakete

Die eigentlichen Softwarepakete befinden sich auf dem Server unter '/srv/salt/win/repo-ng/'. In diesem Verzeichnis hat jedes Softwarepaket ein Verzeichnis mit dem Namen des Paketes. In jedem dieser Verzeichnissen muss ein Datei init.sls stehen. Diese Datei beschreibt unter anderem wie das Programm installiert und ggf. lizenziert werden kann. Hier finden Sie ein detaillierte Beschreibung wie Windows-Pakete aus zu sehen haben: Windows-Pakete. Hier gehen wir